Zur Person - Henryk M. Broder

Henryk Modest Broder (* am 20. August 1946 in Kattowitz, Polen) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.

Als Publizist beschäftigt er sich bevorzugt mit der deutschen Politik und Israel. Kennzeichnend für seinen Stil ist sowohl die recherchierende und informierte Kolumne als auch die pointierte Polemik. Broder schreibt für das Magazin Der Spiegel, Die Weltwoche und die Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel.

Medienwissenschaftler zählen Broder zu den wortführenden deutschen Journalisten und Meinungsmachern. Gleichzeitig ist Broder auch das Ziel heftiger Angriffe und Schmähungen. Broder musste sich mehrfach vor Gericht wegen persönlicher Angriffe und umstrittener Zitate rechtfertigen.

Der Islamwissenschaftler Thorsten Gerald Schneiders von der Universität Münster wirft Broder in einer philologischen Studie über Argumentationstechniken deutscher Islamkritiker Islamfeindlichkeit vor. Demnach arbeitet Broder in seinen Werken wie etwa Hurra, wir kapitulieren! unter anderem mit der bloßen Aneinanderreihung von Negativbeispielen, mit dem Schüren von Vorurteilen, mit Alarmismus, unbelegten Behauptungen und mit Schmähkritik.

Die etwa am Beispiel von Michael Wolffsohn, Rafael Seligmann und Henryk M. Broder angeführte These von der Wiederherstellung der einstigen deutsch-jüdischen Symbiose im Medienbereich wurde von Katharina Ochse pointiert zurückgewiesen.

Am Beispiel Broders wurde in einer Dissertation auch festgehalten, dass der Diskurs über Juden in Deutschland zumeist deutschen wie nichtdeutschen Juden selbst überlassen sei und werde. Umgekehrt sei das Interesse an jüdischer Kultur und deren Wiederaufnahme in Deutschland, welches Broder vielfältig bediene und karikiere, viel bedeutender als bei anderen Minderheiten.

Quelle: Wikipedia